
Lebende Tradition
Handlesen
Kam aus Indien nach Griechenland; die Roma verbreiteten es in ganz Europa.
Lebens-, Kopf-, Herz- und Schicksalslinie sowie die Handform werden als Charakterkarte gelesen.
So geht es
- 01Betrachte zuerst die Form: Erde, Luft, Feuer oder Wasser.
- 02Fahre die drei großen Linien mit dem Finger nach.
- 03Achte auf Brüche, Inseln und Verzweigungen.
Mit deinen eigenen Mitteln
Öffne die dominante Hand im Seitenlicht; die andere zeigt, was du mitbringst, diese, was du daraus machst.
Mit Ocluna
Bei Ocluna genügt ein Foto der Handfläche: sie erkennt Form und Linien und liest sie wie ich auf dem Jahrmarkt.

Was Madame Iselda dir erzählt
- Schon Aristoteles schrieb über die Handlinien; das Wort Chiromantie kommt vom griechischen kheir, Hand, und manteia, Weissagung.
- Die Roma trugen das Handlesen ab dem 15. Jahrhundert durch ganz Europa; auf vielen Märkten las man die Hand direkt neben den Ständen.
- Die zwölf Sternzeichen entstanden vor etwa 2.500 Jahren in Babylon; die Griechen gaben ihnen die Namen, die wir heute noch verwenden.
- Bis zum 17. Jahrhundert stellten Astronomen wie Kepler und Galileo Horoskope her, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen; es war Teil des Berufs.
- Pythagoras lehrte, dass die Zahl das Wesen aller Dinge ist; seine Schüler schworen im Geheimen auf die Tetraktys, ein Dreieck aus zehn Punkten.
- Die heute verwendete Buchstaben-Zahlen-Tabelle wurde um 1900 von der Musiklehrerin Sarah Balliett in den USA populär gemacht.
Diese Lesung ist symbolischer Selbsterkenntnis- und Unterhaltungsinhalt auf Grundlage volkstümlicher Traditionen. Sie sagt die Zukunft nicht voraus, ist keine medizinische, rechtliche oder finanzielle Beratung und ersetzt keine qualifizierten Fachleute.