
Lebende Tradition
Sandgeomantie (Khatt al-Raml)
Nordafrika und Sahel; von hier gelangte sie ins mittelalterliche Europa.
Sechzehn Punktreihen werden ungezählt in den Sand gezogen; gerade und ungerade bilden Figuren, die die Frage beantworten.
So geht es
- 01Ziehe die Linien mit geschlossenen Augen.
- 02Zähle jede Reihe: gerade oder ungerade.
- 03Bilde die vier Mutterfiguren und lies.
Mit deinen eigenen Mitteln
Ein Sandtablett oder Papier und Stift; wichtig ist, beim Ziehen nicht zu zählen.
Mit Ocluna
Ich zeichne die sechzehn Linien für dich und leite Mütter, Töchter, Nichten, Zeugen und Richter ab, wie im Sand: die Figur des Richters ist die Antwort.

Deine Lesung
Mama Adaeze macht deine Sandgeomantie (Khatt al-Raml)-Lesung

Was Mama Adaeze dir erzählt
- Khatt al-raml, die Linie im Sand, reiste aus Nordafrika ins mittelalterliche Europa als Geomantie und bis nach Madagaskar als Sikidy.
- Die sechzehn Figuren verbinden sich durch Addition gerader oder ungerader Linien: dieselbe Logik, mit der ein Computer Bits vergleicht.
- Jede Figur hat vier Linien mit einem oder zwei Punkten, und die sechzehn Figuren werden zu einer fünfzehn-Zellen-Tabelle, dem sogenannten Schild, kombiniert.
- Die Tradition schreibt den Ursprung dieser Kunst dem Propheten Idris zu, und in Westafrika führte sie zum Hakata-System und zum madagassischen Sikidy.
Diese Lesung ist symbolischer Selbsterkenntnis- und Unterhaltungsinhalt auf Grundlage volkstümlicher Traditionen. Sie sagt die Zukunft nicht voraus, ist keine medizinische, rechtliche oder finanzielle Beratung und ersetzt keine qualifizierten Fachleute.